what have you done to me

du erinnertest dich an all das, was weh tat. an all die dinge, die unwichtig waren. die dinge, die blind machten vor dem, was du eigentlich sehen solltest. du sahst sie so klar, dass du sie fühltest. schreiend bunte bilder vor deinen augen. sie ließen dich nicht schlafen und nicht lachen. sie ließen dich denken, das alles wäre so, wie es niemals sein sollte. sie ließen dich nicht los. deine augen waren verschlossen vor der welt, verschlossen vor allem was scheint, allem was leuchtet. du sahst nur noch deine bilder. und du konntest nicht mehr sein ohne sie. du konntest nicht mehr sehen, wie du einmal sahst. nicht mehr fühlen, wie du einmal fühltest. du spürtest nur noch den kalten zug im rücken, wenn du dir die augen riebst und merktest, dass du so lang geglaubt hast etwas zu spüren, bis du es wirklich tatest. 

the healing component




es fühlte sich an wie eiskaltes wasser im gesicht. ein kurzer schreck. ein flüchtiger moment, in dem man sich fragt, ob das was war, sich jemals lohnte. dann stille. ein blick nach oben in den spiegel. es tropft am gesicht hinunter ins waschbecken und obwohl ich spüre, dass tränen versteckt ihre bahnen über meine wangen ziehen, muss ich lächeln. lächeln vor lauter freiheit.
für einen viel zu langen augenblick ging es verloren, dieses gefühl, dass es noch etwas wichtiges gibt. als hätte man das leben verlernt, ohne es je zu merken. bis das wasser kam. bis ich mich anschaute. lachend und weinend. bis ich verstand, dass es alles war, was ich niemals wollte. 
mein kaltes wasser im gesicht.

without you

manchmal ist es nicht das, was man denkt. manchmal sind es die betrunkenen nächte, zu zweit allein. die blicke, die sich kreuzen. manchmal ist es die heimliche sehnsucht und manchmal die gewissheit, dass es wichtig ist. manchmal ist es das alles, aber nicht mehr. das ist kein für immer und das ist kein versprechen. das ist sich ins verlieben verlieben, unachtsam sein. das ist so vergänglich, wie alles. das wird weh tun irgendwann. weil man so gern wegrennt vor der gewohnheit. weil man so gern ausbricht, aus dem wir. dann ist das alles nichts. aber manchmal, ist es einfacher mit dem nichts. das nichts macht dir keine hoffnungen, das nichts tut dir von anfang an so sehr weh, dass kein schmerz mehr warten kann. das nichts ist alles. alles, was dir keine angst mehr macht. 

wenn nichts anderes bleibt, bleibt das wir



Wenn der Tag schon schläfrig wird
die Nacht pulsiert, der Atem stockt
das Herz sich nur noch stets verirrt
der kleine Geist uns zu sich lockt

Dann sitzen wir in seinem Schoß
weil er uns doch verändern kann
mit Augen wie der Mond so groß
verfallen wir nun seinem Bann

Alleine könn’ wir’s nicht begreifen
dass Distanz die Liebe nimmt
nur die Geister, ja sie pfeifen,
unsere Namen in den Wind

Verdrängen unser Wir-Gefühl
Lassen uns den Abgrund sehen
Unsere Herzen fühln’ sich kühl
Weil sie uns grad im Wege stehen 

loving you for far too long

zigarette 1, 2, 3. wind weht leise polternd durchs fenster. mein herzschlag. das einzig hörbare in dieser stillen nacht. träne 1, 2, 3. so laufen sie dahin. die nacht immer dunkler, mein herzschlag immer leiser. jene abende. nicht tragbar. lieblich und bitter zugleich. versunken in immer leereren gedanken. regen prasselt auf meine fingerspitzen. kalt ist er, kalt und still. so wie du es immer warst, so wie ich es immer war. so wie wir uns liebten. blätter fallen sanft schwankend auf den boden. braunorangene blätter über und über verteilt auf dunkelgrünem rasen. da liegen sie. ich liege auch, da wo du mich hast fallen lassen. zwischen all den leeren versprechungen und berührungen. zwischen so vielen konflikten und dem menschen, der du einst warst. der nicht mehr existiert. 
so fühlt sich das also an, traurig sein...

mein licht im meer der schwarzen gesichter

fernweh

"i guess love is a funny thing, the way it fades without a warning
it doesn't ask to be excused 
and when it's gone
oh, it's gone"